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Schwerpunkt Prostatakarzinom - Sichere Alternative zur Operation

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Radikale Prostatektomie oder perkutane Strahlentherapie? Das sagt die S3-Leitlinie:

Die „Interdisziplinäre Leitlinie der Qualität S3 zur Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms“ erstellt von den Fachgesellschaften im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Urologie macht auf der Basis einer Vielzahl von Studien klare Aussagen zur evidenzbasierten Therapie des Prostatakarzinoms.

Für das lokal begrenzte Prostatakarzinom wie auch für das fortgeschrittene Prostatakarzinom empfiehlt die Leitlinie neben der radikalen Prostatektomie die perkutane Strahlentherapie als gleichwertige Behandlungsoption.

Gegenüber den durch die S3-Leitlinie berücksichtigten strahlentherapeutischen Möglichkeiten ist die neuartige Tomotherapie noch deutlich präziser auf das Zielvolumen fokussiert und ermöglicht es, höhere Dosen punktgenau einzustrahlen. Es ist daher zu erwarten, dass die Vorteile der Strahlentherapie gegenüber einer Operation bei Einsatz der Tomotherapie noch deutlicher zu Tage treten.

Nebenwirkungen

Für die Lebensqualität und Zufriedenheit der Patienten nach der Behandlung ihres Prostatakarzinoms sind die langfristigen Nebenwirkungen entscheidend. Die gravierendsten Nebenwirkungen sind dabei zweifellos Harninkontinenz und erektile Dysfunktion. Auch hierzu macht die S3-Leitlinie klare Aussagen und stellt die beiden wichtigen Therapiealternativen Operation und Strahlentherapie gegenüber (Auszüge).

Radikale Prostatektomie

Perkutane Strahlentherapie

Harninkontinenz

  • Jeder 2. Patient hat nach drei Monaten noch Inkontinenzprobleme
  • 28 von 100 Männern benötigen fünf Jahre nach der Operation Windeleinlagen
  • Bis zu 7 von 100 Männern bleiben dauerhaft inkontinent

Harninkontinenz

  • Bis zu 6 von 100 Männern leiden dauerhaft unter unkontrolliertem Harnabgang unterschiedlicher Ausprägung

Erektile Dysfunktion

  • Je nach OP-Technik leiden 20 bis 80 von 100 Männern unter erektiler Dysfunktion
  • Bei nervenschonender Operation leiden 30 von 100 Männern darunter
  • Ist Nervenerhalt nicht möglich, bleiben 80 von 100 Männern dauerhaft impotent

Erektile Dysfunktion

  • 25 bis 60 Männer leiden zwei bis drei Jahre unter erektiler Dysfunktion
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